Konrad Linnemannstöns sprach mit dem WTTV-Jugend-Verbandstrainer Stephan Schulte-Kellinghaus und bat um Beantwortung von fünf Fragen.

1) Wie kam es zu der Auszeichnung für die Vereine DJK Avenwedde und PSV Gütersloh

 

St. Schulte-Kellinghaus:

Vor 2 Jahren habe ich mit einem Individualtraining mit einem großen Talent des PSV Gütersloh donnerstags in Gütersloh begonnen. Da aber parallel in der Sportschule Kaiserau noch andere Talente aus der Region OWL sich so stark verbesserten, kam schnell der Gedanke auf, diese Förderung für eine gesamte Gruppe zu machen. Wichtig dabei war, dass wir mit einer kleinen Gruppe arbeiten konnten und wir alle Kinder bei jedem Training intensiv betreuen konnten. Seit Mai 2018 sind auch Kinder aus der Umgebung von Gütersloh dienstags mit in die starke Vereinstrainingsgruppe der DJK Avenwedde integriert worden und seit Juni haben wir in Gütersloh montags noch einen weiteren Trainingstag. Wir haben dann den aufstrebenden jungen Trainer Dustin Gesinghaus mitarbeiten lassen, damit wir das Training noch besser koordinieren können.

Daraus entstand dann ganz schnell die Idee, beideVereine für ihren Einsatz als „Partnerverein des Leistungssport“ auszuzeichnen. 

2) Seit wann trainiert der Leistungskader in Avenwedde und Gütersloh und unter welcher Leitung?

St. Schulte-Kellinghaus:

In Gütersloh läuft es seit 2 Jahren. Seit Mai 2018 kooperieren wir zusätzlich mit der DJK Avenwedde, um den Kindern einen weiteren Trainingstag anzubieten. Das Training habe ich selbst bis zu den Sommerferien geleitet. Da Dustin Gesinghaus inzwischen montags, dienstags und donnerstags das Training in Gütersloh und Avenwedde (u.übrigens auch mit mir mittwochs in der Sportschule Kaiserau) leitet, lag es nahe, ihm auch die sportliche Verantwortung zu übertragen. Dienstags wird er in Avenwedde von Jannis Bohlmann unterstützt und donnerstags helfen die WTTV-Trainer Markus Franke und Daniel Gerhards.

3) Wie sieht das Training im Leistungskader aus?

St. Schulte-Kellinghaus:

Das Training ist sehr auf die individuellen Fähigkeiten, die Belastbarkeit und das Alter der einzelnen Talente ausgelegt, es ist kein typisches „Gruppentraining“  wo alle Kinder das Gleiche trainieren.

Da einige Talente noch sehr jung sind, ist es nicht immer leicht die richtige Dosierung zu finden. Wir halten die Gruppe aber überschaubar, damit wir alle Talente intensiv erreichen können.

4) Welche Talente aus unserem TT-Kreis haben sich durch den Leistungskader besonders stark verbessert?

St. Schulte-Kellinghaus:

Man sieht ja an den Ergebnissen, wer sich da gerade in den Vordergrund spielt. Einige Talente sind auch schon regelmäßig in den Förderlehrgängen des WTTV, teilweise auch schon beim Deutschen TT-Bund. Auch über NRW hinaus haben die Talente schon beachtliche Ergebnisse erzielt. Aus Datenschutzgründen möchte ich hier keine Namen nennen.

5) Bis Ende 2020 soll in Gütersloh ein Landesleistungsstützpunkt eingeführt werden. Wie weit sind inzwischen die Vorbereitungen und was ist für diesen Landesleistungsstützpunkt für die Zukunft geplant?

St. Schulte-Kellinghaus:

Für die Leistungsstruktur des WTTV spielt ein Landesleistungsstützpunkt eine große Rolle. Da bisher das Training zum Teil über Drittmittel finanziert wird, steht dann das gesamte Förderprogramm auf eine viel stabilere Basis. Mit der Anerkennung als Landesleistungsstützpunkt habe ich als Cheftrainer die Möglichkeit das Training an allen Tagen zu finanzieren.

Für die Kinder hätte es auch noch den Vorteil, dass es eine direkte Anbindung zu einem Olympiastützpunkt gibt, mit z.B. Hilfe bei der Hausaufgabenbetreuung, direkter Zugang zu den Sportärzten und Physiotherapeuten. Sicherlich ein großer Vorteil, wenn sich die Kinder so entwickeln, wie ich es hoffe.

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