TT-Andro-Kids-Open

Heimische TT-Talente trumpften ganz groß auf

Seit vielen Jahren sind die Andro-Kids-Open das größte europäische TT-Nachwuchsturnier.
Der rührige Veranstalter Borussia Düsseldorf konnte sich auch bei der 29. Austragung über eine hervorragende Resonanz freuen. So lieferten sich diesmal insgesamt 1108 Teilnehmer aus 21 Nationen an drei Tagen packende Kämpfe , wobei an 80 Turniertischen insgesamt über 4500 Spiele ausgetragen wurden. Auch die TT-Weltmacht China war in Düsseldorf mit 17 Talenten am Start.

Die Düsseldorfer hatten erneut wieder ein tolles Rahmenprogramm organisiert. Die Herren der Düsseldorfer Borussia gewannen in der letzten Saison bereits zum 5. Mal die Champions League und als tolle Geste standen die „Stars zum Anfassen“ an allen drei Turniertagen vor Ort den Talenten als Trainingspartner zur Verfügung.
Auch der heimische TT-Kreis war in Düsseldorf mit mehreren Talenten vertreten und besonders Paul Reinkemeier, Diego Dyck (beide DJK Avenwedde) und Friedrich Kühn von Burgsdorff (PSV Gütersloh) sorgten durch ausgezeichnete Leistungen für die bisher größten Erfolge bei den Andro-Kids-Open.

Teilnehmer und Betreuer der DJK Avenwedde (Foto: Jörg Fuhrmann)Teilnehmer und Betreuer der DJK Avenwedde (Foto: Jörg Fuhrmann)

Nachdem Paul Reinkemeier schon mehrfach bei den Andro-Kids-Open durch vordere Plätze geglänzt hatte, wollte er auch diesmal wieder an diese Erfolge anknüpfen und hatte sich daher auch entsprechend intensiv vorbereitet. Zunächst konnte er sich zum Auftakt in seiner Gruppe ohne einen einzigen Satzverlust behaupten. Auch anschließend trumpfte er in der Hauptrunde groß auf. Nach mehreren glatten 3:0 Erfolgen zeigte er besonders im Viertelfinale beim 3:1 Erfolg über Mikael Hartstang (Hannover 96) eine ganz starke Leistung, bevor er im Halbfinale gegen Louis Rohrsen (Borussia Düsseldorf) souverän mit 3:0 dominierte. Hoch her ging es anschließend im Finale. Sein Gegner Nico Longhino (Bayern München) gehört zum Jugendkader des Deutschen TT-Bundes und setzte sich in einer Partie fast auf Augenhöhe mit 11:4, 11:8, 9:11 und 11:8 durch, wobei Paul Reinkemeier in wichtigen Phasen nicht gerade das Glück gepachtet hatte.
Zusammen mit Louis Rohrsen schaffte Paul Reinkemeier im Doppel dann doch noch einen Turniersieg. Durch klare Siege qualifizierte sich diese Kombination für das Finale und auch hier waren Mikael Hartstang/Dennis Rabaev (Hannover 96) ohne eine Siegchance.
Florian Bienek und Nico Himmelmeier (DJK Avenwedde) blieben in der Gruppe zwar jeweils sieglos, doch in der Trostrunde war Florian Bienek einmal erfolgreich und Nico Himmelmeier gewann hier sogar drei Spiele.
Bei den A-Schülern holten sich Luc Lange und Antoine Angert (beide DJK Avenwedde) ohne Niederlage den Gruppensieg, scheiterten dann aber jeweils in der 2. Runde der Hauptrunde. Marcel Bienek konnte in der Hauptrunde zwar nur ein Spiel für sich entscheiden, gewann aber in der Trostrunde gleich fünf Einzel und scheiterte hier erst im Halbfinale durch eine hauchdünne 2:3 Niederlage.
Mit Diego Dyck, Noah Kulik, Tino und Jarno Steinbrink (alle DJK Avenwedde) überstanden bei den B-Schülern gleich vier heimische Talente die Gruppenspiele. Während Noah Kulik und Tino Steinbrink in der Hauptrunde sieglos blieben, gewann Jarno Steinbrink sein Einzel in der ersten Runde, scheiterte aber anschließend gegen einen sehr starken Spieler aus Polen. Dagegen glänzte Diego Dyck auch in der Hauptrunde. Das große Talent der Jugendkraftler gewann in der Hauptrunde gleich fünf Spiele sehr sicher und gab hierbei nur zweimal einen Satz ab. Im Finale leistete er gegen Cezar Cozmolici aus Moldavien zwar erhebliche Gegenwehr, doch zum Schluß mußte er sich knapp mit 1:3 geschlagen geben. Platz 2 als bestes deutsches Talent in dieser Altersklasse ist jedoch für Diego Dyck ein riesiger Erfolg.
Friedrich Kühn von Burgsdorff (PSV Gütersloh) gewann bei den C-Schülern in seiner Gruppe alle Spiele glatt mit 3:0 und gab auch anschließend bis zum Viertelfinale keinen Satz ab. Im Viertelfinale traf er dann auf den späteren Rangzweiten Natanel Abramov aus Israel und mußte sich hier dann leider hauchdünn geschlagen geben.
Besser lief es aber dafür im Doppel. Zusammen mit Noah Hersel (1.FC Köln) qualifizierte sich Friedrich Kühn von Burgsdorff für das Finale und hier konnte das Talent des PSV durch einen Sieg über Nils Arne Samson/Nils Wolf (SV Sillenbach) doch noch einen Turniersieg feiern.
Beim weiblichen Nachwuchs starteten nur Caroline Portmann und Cathia Lindloff (beide DJK Avenwedde) bei den A-Schülerinnen. Während Caroline Portmann immerhin ein Einzel für sich entscheiden konnte, blieb Cathia Lindloff sieglos.

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